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Abgasreinigungsanlage

Multistream Exhaust Gas Cleaning System (EGCS)

Leistungsbereich

bis zu 30 MW (äquivalent zur Hauptmaschine)

SOx-Filterrate

>99 %

Betriebsarten

Open Loop- und Hybridsystem

IMO-Konformität erreichen

Weltweit agiert die überwiegende Mehrheit aller Schiffe mit von Schweröl betriebenen Motoren und Kesseln. Die dabei emittierten Verbrennungsabgase enthalten Ruß sowie Schwefeloxide, die die Umwelt belasten. Stufenweise verschärfte Grenzwerte erzeugen jetzt Handlungsbedarf bei Reedereien und Chartergesellschaften. Bei Neubauten spielen deshalb Gasantrieb oder Dual Fuel eine immer größere Rolle. Doch ist ein gasbasiertes Antriebssystem noch nicht gänzlich ausgereift und der Kraftstoff erheblichen Preisschwankungen ausgesetzt. Zudem fehlt in den Häfen weltweit die nötige Infrastruktur zur Bunkerung von Antriebsgas. Darüber hinaus stellt sich die Frage der Verwendbarkeit auf Langstrecken. Und letztlich ist auch die Umrüstung auf Dual Fuel eine kostspielige und komplexe Herausforderung. Eine wirtschaftlichere und gleichzeitig nachhaltige Alternative für die maritime Industrie bildet der SAACKE Scrubber EGCS-HM.

Anlageninfrastruktur und Reinigungsprozess

Das SAACKE Hybrid Multistream Abgasreinigungssystem kann mit Haupt- und Hilfsmaschinen sowie (SAACKE) Kesseln verbunden werden. Nach dem Verbrennungsprozess werden die Abgase zum Waschturmeinlass geleitet, der das Abgas zum unteren Teil des Waschturms führt. Wassersprühnebel senkt die Temperatur der eintretenden Abgase und bildet die erste Stufe der SOx-Reduzierung (Quench). Von hier aus strömen die Abgase nach oben durch den Hauptturm und passieren einen Füllkörperreaktor, der von oben mit Meerwasser besprenkelt wird. Mit dieser zweiten Stufe der SOx-Entfernung wird der Entschwefelungsprozess abgeschlossen. Das Resultat ist eine 99-prozentige Schwefelabscheidung.

Entscheidende Vorteile der SAACKE Lösung

Das EGCS wird als U-Typ-Turm betrieben. Damit ist er flexibel anpassbar auf individuelle Betriebszustände. Seine kurze Amortisationszeit – oftmals nur ca. 2 Jahre – macht ihn sowohl für Neubauten als auch Modernisierungen attraktiv. Erfahrenes SAACKE Personal übernimmt für Kunden die Inbetriebnahme und Bauaufsicht. Darüber hinaus ist das System, das vollkommen der IMO-Vorschrift MEPC.259(68) entspricht, als offenes, geschlossenes und hybrides Verfahren erhältlich. Das Monitoring-System der Abgasreinigungsanlage, das EGCS-Management, ist in das Schiffsystem eingebunden. Ein nutzerfreundlicher Touchscreen am Steuerschaltschrank liefert Informationen zu allen relevanten Betriebsdaten.

Alle Betriebsdaten können über den EGCS-Monitor eingesehen werden, der auf dem Schiff auf einem Rechner installiert und mit dem Schaltschrank vernetzt ist. Mit wenigen Klicks erzeugt das Monitoring zudem einen Emission Report, der nicht nur die Emissionsdaten anzeigt, sondern diese auch mit Geodaten und individuell wählbaren Zeiträumen zusammenstellt. Zusätzlich zur Speicherung auf dem Schiff können die Daten per mobiler Datenverbindung (Mobilfunk oder Satellit) gesichert werden und sind jederzeit und von jedem Ort über den SAACKE EGCS-Monitor für den Reeder oder Schiffsbetreiber verfügbar. Ein spezielles Protokoll überträgt die Daten fälschungssicher und komprimiert, sodass minimale Kosten im Datenverkehr anfallen. Die Daten werden auf zugangsgeschützten Servern gespeichert.

Im Ergebnis spiegelt sich in diesem effizienten und praxisnahen Engineering die jahrzehntelange SAACKE Erfahrung im Bereich maritimer Anwendungen wider.