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SAACKE und Angus Chemie besiegeln Partnerschaft für Umweltschutz und Effizienz

SAACKE und ANGUS Chemie haben am 1. März eine zukunftsweisende Partnerschaft besiegelt. In Ibbenbüren wird eine Anlage zur Rückgewinnung von Energie aus Reststoffen der chemischen Produktion bei Angus Chemie entstehen. Der erste Spatenstich ist für Juli 2013 geplant.

Alle Beteiligten freuen sich über den wichtigen Schritt für das Werk - und die erfolgreiche Fortsetzung einer langen Partnerschaft.

„Vor den Toren des Werkes wird zukünftig eine emissionsarme und hocheffiziente Verbrennungsanlage Prozessdampf erzeugen. Damit können wir dann 85 Prozent unseres bisher benötigten Erdgases für die Produktion ersetzen“, so Thomas Blome, Werkleiter in Ibbenbüren. „Jetzt kommen wir unserem Ziel, hier am Standort möglichst geschlossene Kreisläufe zu verwirklichen, ein erhebliches Stück näher.“ Denn auch die weiten Transporte durch die Republik und die teure Entsorgung der Produktionsreste entfallen.

SAACKE, führend in der Brenner- und Feuerungsindustrie, entwickelte bereits 2010 ein speziell auf die ANGUS Chemie zugeschnittenes Konzept. „Mit unserer Technologie konnten wir sehr schnell überzeugen“, so Bernhard Rieger, bei SAACKE spezialisiert auf die Anforderungen der chemischen Industrie. „Doch die Größe und Komplexität des Bauvorhabens erforderte noch einiges mehr. Die Vertragsgestaltung war für uns beide ein neues Terrain, auf dem einige Varianten durchgespielt wurden, bis wir die für beide Seiten optimale Lösung hatten. Wir werden nun als Generalunternehmer vom Design bis zur Inbetriebnahme jeden Schritt begleiten. Bauherr wird die Angus sein.“

„Die Zusammenarbeit mit SAACKE war von Anfang an durch Fairness und ein partnerschaftliches Verhältnis geprägt. Unsere gemeinsame Vorarbeit war letztendlich der Schlüssel zum Erfolg“, betont Thomas Blome. Er begleitet das Projekt schon seit 2007, denn die alte Anlage kam in die Jahre und war viel zu klein. „Die Technologie von SAACKE ist vor allem absolut wirtschaftlich. Bisher mussten wir mindestens alle sechs Wochen unsere beiden Kessel abschalten und mit dem Besen reinigen. Erst nach drei Tagen Stillstand konnten wir dann wieder anfahren“, so Thomas Blome.

Mit einem ausgefeilten Konzept schafft es die Anlage selbst Reststoffe mit geringsten Heizwerten noch energetisch zu nutzen – und das unter Einhaltung aller gesetzlichen Emissionsauflagen. Eine Rauchgasreinigung und modernste Technik zur komfortablen Steuerung sorgen für einen sicheren Betrieb. Und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Mit der neuen Anlage zur Energierückgewinnung ist das Werk für die Zukunft gerüstet. Im Mutterkonzern der ANGUS Chemie Dow steht das integrierte Reststoffmanagement schon länger im Fokus um mehr Ressourceneffizienz und Umweltschutz zu erreichen. Damit wird auch in die Zukunftsfähigkeit des Stan-dortes Ibbenbüren investiert.

Die nun geschlossene Kooperation zwischen SAACKE und ANGUS Chemie ist auch eine Erfolgsgeschichte der ACHEMA, dem alle drei Jahre stattfindenden internationalen Branchentreff der chemischen Industrie in Frankfurt. Das erste Zusammentreffen mit der Betriebsmannschaft von ANGUS Chemie fand 2009 statt, im Juni 2012 wird sich SAACKE wieder in Frankfurt präsentieren.

Ein smartes Engineering und eine HiTech Ausführung zeichnen die neue 11 MW Anlage aus. Über eine zweistufige Verbrennung ist die emissionsarme  Nutzung der stickstoffhaltigen Reststoffe gewährleistet, ein nur geringer Bedarf an Stützbrennstoff sichert einen wirtschaftlichen Betrieb und eine kurze Amortisationszeit.

Im nächsten Schritt gilt es die Behörden von der Umweltverträglichkeit zu überzeugen. Bernhard Rieger ist optimistisch: „Wir waren bei allen Berechnungen sehr vorsichtig. Aber wir sind sicher, dass wir mit noch niedrigeren Emissionen im Betrieb überraschen können.“ So wäre das Werk auch für weitere Verschärfungen der Emissionsauflagen in der Zukunft gerüstet.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

SAACKE GmbH
Bernhard Rieger
Vertrieb Chemie/Raffinerien
Südweststr. 13
28237 Bremen, Deutschland

Tel.: +49 421 6495 5257
Email: b.rieger@saacke.de

ANGUS Chemie GmbH Ibbenbüren

1999 hat Dow die ANGUS Chemie GmbH in Ibbenbüren übernommen - einen führenden Hersteller von Spezialchemikalien. Das seit 1973 bestehende Werk in Ibbenbüren hat eine Fläche von etwa 11 Hektar und beschäftigt ca. 60 Mitar-beiter. ANGUS hat sich auf die Produktion von so genannten Aminoalkoholen spezialisiert. Sie dienen als Vorprodukte oder Zusatzstoffe für Arzneimittel und Kosmetika oder auch als Konservierungsmittel bei wasserbasierten Farben und Lacken.
Mehr Informationen finden Sie unter www.dow.com/germany/standort/ibben/index.htm