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Heizwertarme Flüssigkeiten

IMCOPA Brasilien, Araucária (Brasilien)

Heizwertarme Flüssigkeiten

Eine Verwendungsmöglichkeit für Molasse und Vinasse

Bei der Produktion von Bioethanol und Sojaöl entstehen die unerwünschten Nebenprodukte Vinasse und Molasse. Wegen ihres hohen Anteils an organischen Stoffen wurden Vinasse und Molasse bislang wie Gülle auf umliegenden Flächen entsorgt. Damit wurden sie zum doppelten Umweltproblem, weil organische Anteile einerseits die Luft verpesten und enthaltener Stickstoff andererseits das Grundwasser belastet. Für die Pilotanlage  „Araucária“ in Brasilien wurde deshalb nach einer Möglichkeit gesucht, diese Nebenprodukte umweltfreundlich und kostensparend einzusetzen. 

Pilotanlage verwandelt unerwünschte Nebenprodukte in Energie und Dünger

Die Pilotanlage „Araucária“ im brasilianischen Bundesstaat Paraná zeigt, dass sich diese problematischen Stoffe gewinnbringend verwerten lassen und damit das Budget des Unternehmens und die Umwelt entlasten. Das Problem, dass Vinasse und Molasse wenig Energie, dafür jedoch viel Wasser und Asche enthalten wurde von SAACKE effektiv gelöst: Der Kessel ist an den hohen Aschegehalt angepasst, die Asche wird kontrolliert gesammelt und abgetrennt. Weil der Brennstoff biogenen Ursprungs ist, kann diese Asche als Dünger in der Landwirtschaft verwertet werden. Neben dem Aspekt der Entsorgung und Energiegewinnung verbessert die Düngerproduktion die Umweltbilanz der Anlage noch weiter und damit auch ihre Rentabilität. 

Der Kundenvorteil

Die Verbrennung von Molasse oder Vinasse ist eine klassische win-win-Situation: Einerseits lassen sich enorme Kosten sparen, weil über 70% der fossilen Brennstoffe ersetzt werden. Anderseits profitiert die Umwelt nicht nur von der Einsparung von Brennstoff sondern auch, weil aus den Problemstoffen wertvoller Dünger wird.  So verwundert es nicht, dass in Brasilien mittlerweile 4 Kesselanlagen mit je 40-70 t/h Dampf mit Soja-Molasse im Betrieb sind.

Das Verfahren im Detail

Die verwendeten SAACKE Drallbrenner SSB sind für den Einsatz in Brasilien angepasst und basieren auf einer jahrelang bewährten Technologie für den Industrie- und Kraftwerksbereich. Ihre Konstruktion eignet sich prinzipiell für alle Brennstoffe und erzeugt eine breite und kurze Flamme.

Wegen der stark verdrallten Hauptluft ist die Flamme besonders stabil und bietet einen großen Regelbereich.

Für heizwertarme Flüssigkeiten ist der SSB mit einer speziellen Muffel ausgestattet. Diese Muffel stabilisiert die Flamme, bevor sie in den Kessel übergeht.

Der für Araucária angepasste SSB ist neben dem Hauptbrennstoff Molasse auch für den Betrieb mit Sojaöl, Tierfett und Erdgas ausgerüstet. Dabei werden Sojaöl und Tierfett wie ein Standardbrennstoff aufbereitet und mit der Öllanze in den Brennraum gefördert.

Die beiden zusätzlichen Brennstoffe erhöhen die Autonomie der Anlage und sorgen neben den Kostenvorteilen für eine weitere Entlastung der Umwelt.