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Armgasbrenner in einem Stahlwerk

Arcelor Mittal Bremen GmbH, Bremen (Deutschland)

Ein Feuerungssystem für die Stahlwerke

Auf der Suche nach einem umweltfreundlichen und kostengünstigen Feuerungssystem für das Stahlwerk in Bremen wurde die Arcelor Mittal Bremen GmbH bei SAACKE fündig. Der SAACKE Armgasbrenner nutzt vorhandene Armgase zur Erzeugung von Energie - eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Technologie, die sofort überzeugt.

SAACKE-Brenner ermöglicht thermische Nutzung von Armgasen in Stahlwerken

Traditionell fallen in Stahlwerken große Mengen von Armgasen an, die teilweise durch Abfackeln entsorgt werden müssen. Der SAACKE Armgasbrenner SSB-LCG ermöglicht es, diese heizwertarmen Gase, wie zum Beispiel Gichtgas, ohne jeglichen Stützbrennstoff, in großem Regelbereich und bei besonders kurzer Flamme thermisch zu nutzen.

Der Kundenvorteil

Durch den Einsatz des SAACKE Armgasbrenners spart die Arcelor Mittal Bremen GmbH jedes Jahr rund 6,8 Millionen Normkubikmeter Erdgas ein. Damit sanken bereits im ersten Betriebsjahr die Energiekosten des Unternehmens um rund 2,3 Millionen Euro. Die CO2-Emissionen wurden um rund 8.400 Tonnen pro Jahr reduziert. Doch nicht nur das: Auch die Staub- und Schwefeldioxid-Emissionen liegen aufgrund der Gichtgasreinigung deutlich unterhalb der zulässigen Grenzwerte.

Auf diese Weise konnte Arcelor Mittal mit Hilfe des SAACKE Feuerungssystems die Brennstoffkosten erheblich senken, sich von den Schwankungen des Wärmemarktes unabhängig machen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. So verwundert es kaum, dass innerhalb kürzester Zeit eine zweite Arcelor-Mittal-Kesselanlage mit SAACKE Armgasbrennern SSB-LCG installiert wurde und mittlerweile eine ähnliche Anlage auch bei Arcelor Mittal in Gent in Betrieb ist. 

Das Verfahren im Detail

Das Armgas-Feuerungssystem besteht aus einem SAACKE Drallbrenner SSB mit einer speziellen Brennermuffel, in die das heizwertarme Gas eingeleitet wird. Der Brenner erreicht so eine fast emissionsfreie Verbrennung - völlig ohne Stützbrennstoffe.

Ein heizwertreicher Brennstoff (hier: Erdgas) wird nur für den Start der Anlage benötigt, sobald der Brenner und seine Muffel die Betriebstemperatur erreicht haben, kann auf den Anfahrbrennstoff verzichtet werden. Schon nach kurzer Zeit brennt die Flamme ausschließlich mit Armgas.

Die Verbrennungsluft des SAACKE SSB-LCG besteht aus zwei Teilströmen, die stark verdrallt in den Brennraum strömen. Dieser Drall und die heiße Ausmauerung der Muffel stellen sicher, dass das Armgas sicher zündet und in allen Leistungsstufen absolut stabil brennt.

Wegen der guten Durchmischung von Verbrennungsluft und Brennstoff ist das Temperaturprofil extrem homogen und relativ kalt. Damit sind die NOx-Emissionen sehr niedrig und unterschreiten auch zukünftige Anforderungen sicher.

Verbrennungsluft, Kernluft und Brennstoff werden mittels einer Brennstoff-Luft-Verhältnisregelung in jeder Leistungsstufe in optimaler Menge bereitgestellt.